Neues aus dem Spielemuseum

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Aktuelles

Schwarz-Weiß-Sicht auf bunte Welt der Tiere greift zu kurz

Kann man das kontroverse Thema "Zoos und Tiergärten – Artenschutz oder Tierquälerei?" auf ein Spiel herunterbrechen? Man kann, wie Klassen deutschsprachiger Schulen aus aller Welt bei der aktuellen Ausgabe des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) auf vielfältige Art und Weise eindrucksvoll bewiesen haben.

Das Deutsche SPIELEmuseum unterstützt in jahrelanger Kooperation mit der bpb die entsprechende Aufgabenstellung für die Klassenstufen 4 bis 8 und zeigt noch bis 28. Juni die besten Einreichungen in einer gleichnamigen  Sonderausstellung.

Zur Eröffnungsveranstaltung am vergangenen Freitag gaben verschiedene Rednerinnen und Redner facettenreiche Einblicke in das Thema. So sei Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtages, nach eigener Aussage nie ein großer Spieler gewesen, aber immerhin "Patenonkel einer inzwischen etwas in die Jahre gekommenen Alpaka-Dame" im Chemnitzer Tierpark. Dessen amtierende Leiterin Silke Weiser überbrachte die Glückwünsche des Chemnitzer Oberbürgermeisters verbunden mit der Hoffnung auf Kooperation und Synergien beider Einrichtungen in der Zukunft.

Dr. Dennis Müller, Direktor des Bergzoos in Halle, zeigte auf, wie Zoos Teil des Artenschutzes sein können, ehe Naturschutzgutachter Dr. Volkmar Kuschka den Blick mit internationalen Beispielen weitete und betonte, dass auch die Erhaltung der natürlichen Lebensräume der geschützten Arten Teil der Lösung sein müsse und der isolierte Blick auf die Bedingungen in Zoos und Tiergärten zu kurz greife.

Mit Thomas Paul gab ein Fachkommissionsmitglied des Schülerwettbewerbs Einblicke in den Wettbewerb selbst, die Mechanismen der Aufgabengenese und der Bewertung und lobte das siegreiche Spiel einer Klasse aus Luxemburg – die zuständige Lehrerin hatte samt Schulpräsident die rund 650 km lange Anreise auf sich genommen, um die Ehrung persönlich entgegenzunehmen.

Die Ausstellung ist ab sofort ohne Aufpreis zum eigentlichen Museumsbesuch innerhalb der Öffnungszeiten der Einrichtung öffentlich zugänglich.

Spiel mit!