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SchachZwo: Einfach mal über den Spielfeldrand hinausdenken

„Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel“ – wohl kaum ein anderer Sport wie der ums runde Leder ist für mehr oder minder philosophisch anmutende Sprüche von überschaubarer Sinnhaftigkeit bekannt. Doch wer immer nun tatsächlich der Urheber des genannten Spruches war – die historischen Überlieferungen variieren zwischen dem Komiker Jan Böhmermann und dem Fußballer Lukas Podolski – lag nicht komplett daneben, sondern war seiner Zeit einfach nur voraus.

Heute vor 26 Jahren erlebte das Schachspiel eine kleine Revolution, als mit „Deep Blue“ das erste Mal ein Computer einen amtierenden Schachweltmeister, Garri Kasparow, besiegen konnte. Ob das Spiel, das wir euch heute vorstellen, ebenfalls eine Revolution des Spiels ist, muss jeder selbst entscheiden.
„SchachZwo“ von Rico Kratzenberg und Katja Sommaro ist die ideale Option für alle, die über den klassischen Spielfeldrand hinausdenken wollen. Gespielt wird nämlich wahlweise auf einem 7x7- oder 9x9-Felder-Brett. Die Figuren haben verheißungsvolle Namen wie „die Frau“, „der Mann“, „der Zenit“ oder „das Rocks“. Lediglich „das Pferd“ kommt einem bekannt vor.

Im Wesentlichen kommen die Regeln des bekannten Schachspiels mit leichten Abweichungen zur Anwendung. Neben der klassischen „Matt“-Variante gibt es als mögliche Option auch „Schach-Ziel“, bei der der Zenit (vergleichbar mit dem König aus dem klassischen Schachspiel) in die Spielmitte gezogen werden muss, ohne vorher geschlagen worden zu sein. Dafür gibt es dann Punkte als Belohnung.

Wem das noch nicht Nervenkitzel genug ist, der kann den Würfel mit ins Spiel bringen – je nach dem, welche Farbe die gewürfelte Fläche zeigt, kann es zu einem Doppelzug kommen, man muss aussetzen oder es geht alles wie gehabt weiter.

Natürlich haben wir auch ein spielbares Exemplar im DSM vorrätig, das auch und besonders in den bevorstehenden Winterferien genutzt werden kann. Was wir sonst noch in den Ferien geplant haben, findet ihr in unserem   Veranstaltungskalender. Übrigens: In unserer historischen Dauerausstellung findet ihr auch den Schachcomputer von Erich Honecker!