Geschichte

Geschichte des MUSEUMS

Das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz bietet eine historische Dauerausstellung sowie wechselnde Sonderausstellungen zu aktuellen oder zeitgemäßen Themen. Zudem gibt es einen Spieleraum mit aktuellen Brett-, Karten-, Gesellschafts- oder elektronischen Spielen zum Ausprobieren. Träger des Museums ist der Verein Deutsches SPIELEmuseum e. V., der seit 1986 besteht. Ehemals in Hamburg ansässig, fand das Museum in Chemnitz ein neues Publikum und eine neue Heimat. An die eigene Kindheit erinnert fühlt sich, wer die Ausstellung zur Geschichte der Spiele besucht. Nach wissenschaftlichen Kriterien geordnet, kann hier bestaunt werden, wie sich die Spiele in 400 Jahren veränderten – als Spiegel ihrer Zeit. Das Besondere am Deutschen SPIELEmuseum: Neben dem Museumsteil bietet es die Möglichkeit, etwa 2500 aktuelle Spiele - traditionell und elektronisch - zu spielen. Seien Sie herzlich eingeladen, bei uns zu spielen!

Die seit 2011 bestehende Kooperation zwischen dem Deutsches SPIELEmuseum e.V. und der solaris FZU gGmbH Sachsen garantiert die qualitätsvolle und kontinuierliche Fortsetzung der bisherigen erfolgreichen Arbeit.

solaris Stiftung
Die 2010 neu gegründete gemeinnützige solaris Stiftung, eine unselbständige Treuhandstiftung der solaris Förderzentrum für Jugend und Umwelt gGmbH Sachsen, hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, durch Erwerb und kostenfreie Überlassung der Spielesammlung des Sammlerehepaars Lemcke/Lemcke-Knoll sowie des Grundstücks und Gebäudes Neefestraße 78 a in Chemnitz, das Kulturgut Spiel umfassend zu pflegen und den Museumsstandort Deutsches SPIELEmuseum in Chemnitz zu erhalten und auszubauen.

Machen Sie sich ein Bild vom Deutschen SPIELEmuseum anhand unseres Imagefilms.



Zum Geburtstag 25 Jahre DSM in Chemnitz - „Nie wurde so viel gespielt wie heute“

Rückblick auf 25 Jahre Deutsches SPIELEmuseum

Der fünfte Tag im August 2020 mit herrlichem Sommerwetter und mit vielen spielenden Gästen – endlich wieder – schöner hätten 25 Jahre Deutsches SPIELEmuseum in Chemnitz nicht gefeiert werden können.

Dank des sonnigen Wetters konnten am Jubiläumstag und für den Rest der Woche auch Spiele unter freiem Himmel angeboten werden, ganz im Zeichen des Standorts der ehemaligen Fewa-Produktion etwa das Wurfspiel „Fewa Johanna“ oder das übergroße Fewa-Werbespiel. Diese und weitere Spielgelegenheiten im Innenraum nutzten insgesamt etwas mehr als 100 Gäste – meist jungen Familien bzw. Großeltern mit ihren Enkelkindern – für einen Besuch der Einrichtung bei freiem Eintritt, selbstverständlich unter Einhaltung der aktuell gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln. Für alle Gäste war die Jubiläumsedition des  Küchwaldspiels als Geburtstagsgeschenk gratis zu haben.

Das einzigartige Museumskonzept von J. Peter Lemcke, Gründer des Museums, nahm 1986 in Hamburg seinen Anfang, bevor es 1995 nach Chemnitz umsiedelte. Die Entwicklung vom ersten privaten Museumsneubau in Ostdeutschland bis heute schilderte der damalige Bauherr und heutige Vorstandsvorsitzende Gert Gauder anektdotenreich und mit visueller Unterstützung durch die neue Videowand an der Fassade des frisch gestrichenen Museumsgebäudes. Für die musikalische Umrahmung sorgte das „Salzburg-Trio“ des  Sächsische Mozartgesellschaft e.V.

Einige der geladenen Gäste, wie der Chemnitzer Bürgermeister für Bildung, Jugend, Soziales, Kultur und Sport, Ralph Burghart oder Stadträtin Almut Patt, unterstrichen in ihren Grußworten die vielen, gesellschaftlich bedeutsamen Funktionen des Spiel(en)s: etwa bei der Integration, der Persönlichkeitsentwicklung oder der Stiftung von Gemeinschaft.

Der Leiter des Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung, Hans-Georg Lambertz, betonte die fruchtbringende Zusammenarbeit mit dem Museum sowie die insofern wichtige positive kulturelle Ausstrahlung von Chemnitz weit über die zuletzt in negative politische Schlagzeilen geratenen Stadtgrenzen hinaus. Dementsprechend kündigte er auch gleich das nächste gemeinsame Ausstellungsprojekt in Chemnitz zum Jubiläum der Deutschen Einheit für März 2021 an.

Udo Schmitz vom  Institut für Spielpädagogik „FORUM-SPIEL“ hatte ein Geburtstagsgeschenk im Gepäck: er überreichte ein beim Weltrekordversuch „Siedler von Catan“ 2005 in Chemnitz entstandenes und nun gerahmtes Spielbrett.

Der Chemnitzer Künstler  Osmar Osten steuerte dann das einzigartige Spiel zum 25. Geburtstag bei, indem ein von ihm extra liebevoll gestaltetes Bildmotiv als 2-x-2-m-Puzzle zusammengefügt wurde. „Nie wurde in der Gesellschaft so viel gespielt wie heute“, zuvor ausgeführt von Gratulant und Gründer J. Peter Lemcke, setzen die Gäste damit sogleich in die Tat um.

Schließlich konnte die lange erwartete Sonderausstellung  „RRR Rudolf Rühle Raritäten“ zu Ehren des Sammlers, Autors und Forschers Rudolf Rühle eröffnet werden. Damit macht das Deutsche SPIELEmuseum seine seit 2017 auf die solaris Stiftung übergegangene einzigartige Spielesammlung mit ca. 25.000 Spielen und 1.200 Fachbüchern erstmals öffentlich zugänglich. Gezeigt werden Stichproben, d.h. 70 Kostbarkeiten wie die deutsche Erstausgabe von Monopoly aus dem Jahr 1936 oder das erste Mensch-ärgere-dich-nicht aus dem Jahr 1914, das später zum Lieblingsspiel der Deutschen avancierte. Die Rühle-Schau wird in loser Reihe fortgesetzt werden.

Deutsches SPIELEmuseum e.V.
Vorstand
Neefestraße 78a, 09119 Chemnitz
+49 371 - 30 65 65
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