Neues aus dem Spielemuseum

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Aktuelles

Mit Reinhold Wittig für das Spieleautoren-Urheberrecht

Der Name des Spieleautors gehört ebenso auf die Spielschachtel wie der Name des Autors auf ein Buch.

Diese 1988 mit 13 Unterschriften auf einem Bierdeckel besiegelte Forderung der Teilnehmer und einer Teilnehmerin des Göttinger Spieleautorentreffens ist legendär. Initiator des Göttinger Spieleautorentreffens, aus dem 1991 die Spiele-Autoren-Zunft hervorging, und der Bierdeckel-Erklärung ist Dr. Reinhold Wittig. Er hat nun dem Deutschen SPIELEmuseum als Dauerleihgabe eine schwerwiegende Bekräftigung des Urheberrechts von Spieleautoren überlassen. Dabei handelt es sich um ein altes Bierfass, auf dem 2013 zahlreiche Spieleautoren ihre Namen einbrannten, um den Anspruch als Urheber ihrer geistigen Werke zu unterstreichen. Außerdem hat er dem DSM ein in Göttingen entstandenes Transparent mit vielen weiteren Unterschriften dort versammelter Spieleautorinnen und –autoren geschenkt. Dafür sowie für die besondere Gastfreundschaft von Reinhold Wittig bei unserem Herbstbesuch in Göttingen bedanken wir uns hiermit sehr herzlich.

Auch wenn das Göttinger Spieleautorentreffen 2020 ausfallen musste – Reinhold Wittig war und ist aktiv als Autor besonders schöner Spiele und als bildender Künstler, als Verleger der Edition Perlhuhn, als promovierter Planeten-Geologe und als engagierter Bürger seiner Heimatstadt Göttingen. Hier hat er nicht nur mit den Spieleautorentreffen, sondern auch mit einmaligen Bronzeplastiken im öffentlichen Raum, wie dem Göttinger Planetenweg oder dem Brunnentor im Geopark, längst Bleibendes hinterlassen. Sein Anliegen ist dabei stets, interessierte Laien zu begeistern. Er wurde mit der Ehrenmedaille der Stadt Göttingen ausgezeichnet und steht damit in einer Reihe namhafter Persönlichkeiten wie Carl Zuckmayer oder Ernst Telschow.

Derzeit widmet sich Reinhold Wittig wieder verstärkt dem Figurentheater und seinen einmaligen Metall-Marionetten. Diese entstehen wie auch viele der besonderen Spielobjekte und Maschinen aus Fundstücken vom Schrottplatz. Ob Spiele, Marionetten, Klang- und Kunstobjekte, Reinhold Wittig steht für Ästhetik und Qualität, die sich nicht Schubladen packen lässt. Und er überrascht immer wieder.

Unser Wittig-Tipp: Noch bis Ende 2020 werden im Europäischen Brotmuseum Ebergötzen historische Brotschneidemaschinen gezeigt, die der Sammler Reinhold Wittig dem Museum gespendet hat. Und selbstverständlich finden sich Wittig-Spielobjekte auch im Deutschen SPIELEmuseum in Chemnitz.

Spiel mit!