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Vor 40 Jahren: der Zauberwürfel macht süchtig

Am 02. Juni 1980 war er erstmals in der Bundesrepublik Deutschland erhältlich, nachdem er 1979 auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vorgestellt worden war – der Zauberwürfel oder Rubik’s Cube (Rubiks Würfel). In Deutschland auf Anhieb ein Erfolgsprodukt erhielt der Zauberwürfel 1980 den Sonderpreis Bestes Solitärspiel des Kritikerpreises Spiel des Jahres und hatte vor allem in den 1980-er Jahren sein Jahrzehnt, und das in Ost und West gleichermaßen. In kurzer Zeit wurden über 100 Millionen Würfel verkauft.

Das Grundproblem „beim Zaubern“ besteht darin, den sechsfarbigen, bunten Würfel so zu ordnen, dass die Seitenflächen zum Schluss wieder einfarbig sind. Seit 1981 gibt es Weltmeisterschaften im Würfeldrehen. Die erste fand in München statt. Unlängst im November 2019 trafen sich die besten Zauberwürfeldreher der Welt in Moskau zum Speed-Cubing. Speed-Cubing bezeichnet die Fähigkeit, den Zauberwürfel in möglichst kurzer Zeit zu lösen. Das schaffen die Weltbesten heute je nach Wettbewerbsdisziplin in reichlich 5 Sekunden. Der Lösungsweg war schon bald nach Markteinführung in Heft Nr. 4/1981 des Politikmagazins Der Spiegel öffentlich geworden. Heute gibt es für alle jederzeit verfügbare Online-Simulatoren und digitale Löser für den legendären Zauberwürfel.

Erfinder des Drehpuzzles in Würfelform ist der ungarische Bauingenieur, Architekt und Designer Ernő Rubik (geb. 1944 in Budapest), dem 1974 die Konstruktion des nach ihm benannten Zauberwürfels gelang. Als Professor an der Universität für Kunsthandwerk und Gestaltung in Budapest faszinierten ihn die unendlichen Möglichkeiten des Raumes. Um das räumliche Denken seiner Studenten anzuregen, entwickelte er einen Würfel. Rubik’s Cube ist sein größter kommerzieller Erfolg, dem noch weitere mechanische Geduldsspiele und mathematische Brettspiele folgten.

 

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